ESport Bundesliga

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eSport Bundesliga -

Die eSport Bundesliga ist eine deutsche eSport Liga, die der eSport Bundesligen Betriebs- und Vermarktungs- GmbH angehört. Der offizielle Wettkampftitel ist die aktuelle Version der Fußballsimulation FIFA. Derzeit wird FIFA 2008 gespielt. 2007 wurde um über 100.000 Euro in der eSport Bundesliga gespielt.


Inhaltsverzeichnis

Struktur

Die Ligastruktur der eSport Bundesliga orientiert sich an dem Modus der deutschen Fußballmeisterschaft. Dabei wird der Spieler deutscher Meister, der am Ende der Saison in der 1. Bundesliga die meisten Punkte gewonnen hat. Aus der 1. Bundesliga qualifizieren sich außerdem die drei bestplatzierten Spieler einer Spielzeit für die eSport Champions League. Seit der dritten eSport Bundesliga Saison qualifizieren sich zudem die beiden besten Spieler für das Deutschlandfinale der World Cyber Games.[1] Die drei Spieler mit den wenigsten Punkten steigen in die 2. Bundesliga ab. Im Gegenzug steigen wiederum die ersten drei der 2. Bundesliga in die 1. Bundesliga auf. Aus der 2. Bundesliga steigen vier Spieler in die Regionalligen Nord und Süd ab, diese stellen jeweils zwei Aufsteiger für die 2. Bundesliga. In die bis zu neun Oberligen steigen aus den beiden Regionalligen jeweils vier Spieler ab. Die acht freien Plätze werden von den Aufsteigern aus den Oberligen belegt.

Im Ligabetrieb erhalten die Spieler für einen Sieg drei Punkte und für ein Unentschieden einen Punkt. Für eine Niederlage gibt es keine Punkte. Eine Halbzeit dauert 6 reale Minuten und nach virtuellen 90 Minuten (12 realen Minuten) ist das Spiel zu Ende. Während die Online Ligen mit Hin- und Rückrunde spielen, treten die Spieler der offline ausgetragenen 1. Bundesliga nur jeweils einmal in der Saison gegeneinander an. Die Spiele der 1. Bundesliga werden im Berliner CineStar Original im Sony Center ausgetragen. Hierfür werden die Spieler zum Teil eingeflogen[2]. Im Juli 2008 änderte man die Struktur, um den Einstieg von neueren Spielern zu erleichtern und schneller in die oberen Bundesligen vorzustoßen! Dabei wurden die Landesligen und Oberligen abgeschafft und ein Laddersystem integriert[3].

Geschichte

Die erste Saison der eSport Bundesliga fand vom 17. Februar bis zum 12. Mai 2007 statt. Michael 'Chocoyote' Oprée vom Team EuroPoker Pocket-Rockets beendete die erste Saison der 1. eSport Bundesliga ohne Niederlage vor Nicolas 'Adonis' Eleftheriadis vom Team mTw.PokerRoom und Alexander 'gamerno1' Holzhammer vom Team Arcor Electric Eleven. Absteigen mussten Marco 'rheuma.kai' Behrens (Team Comunio Online), Diego Stanley de Franca 'diego.Brasil' Teixeira (Star FM Kick Rock) und Dawid 'XRipper' Stryczek vom Team Scheufen eStars. Am 12. Mai fand erstmals ein Spiel der eSport Bundesliga außerhalb des CineStar Originals statt. Das Spiel zwischen Dennis 'Styl3' Czenkusch (sportal.de ePlayers) und Javkhlan 'Javman' Tahery (Hertha BSC Berlin) wurde in der Halbzeitpause der Begegnung zwischen Hertha BSC Berlin und Bayer Leverkusen ausgetragen. Insgesamt 54.820 Zuschauer verfolgten im Olympiastadion Berlin das Spiel.

Am 1. September 2007 fiel der Startschuss zur zweiten eSport Bundesliga Saison. Auf der Internationale Funkausstellung Berlin wurden die ersten beiden Spieltage ausgetragen. Erstmals wurden damit komplette Spieltage außerhalb des eSport-Stadions ausgetragen. Die restlichen Spieltage fanden allerdings wieder im SonyCenter statt. Als Aufsteiger kamen Dominik 'mossos' Schulze, Felix 'fliCz' Mann (Star FM Kick Rock) und Deniz 'equal' Erol (Bendixen United) neu in die 1. Bundesliga. Besonders Schulze und Mann konnten für Furore sorgen. Schulze belegte zu Anfang der Saison zwischenzeitlich den ersten Tabellenplatz und Mann sicherte sich am Ende der Saison den Vize-Meistertitel. Neuer deutsche Meister wurde unangefochten Alexander Holzhammer. Platz Drei belegte Dennis Czenkusch. Am Ende der Saison mussten Andreas Plachetta (easyJet Airliners), Daniel Jung (FC Shirtcity.com) und Axel Plewa (CineStar Blizz) die Liga verlassen. Die zweite Saison bot für die Zuschauer ein erweitertes Rahmenprogramm. Neben den Nebenwettbewerben (Arcor eSport Challenge, Beat The Pro) wurde für die Zuschauer eine Chill-Out Area und eine Pokerschule eingerichtet. Mit dem L'Oréal Men Expert eSport Pokal wurde zusätzlich ein Pokalwettbewerb ausgetragen. Dort kam es erstmals zu ligaübergreifenden Duellen. Kevin Santner konnte sich beim Saisonfinale in Berlin den Pokaltitel sichern.

2007 sorgte die eSport Bundesliga mit der Einführung eines Patches für Furore, bei dem alle Spieler auf dem Spielfeld dieselben Fähigkeiten besaßen. Zudem waren die Werksteams der Liga direkt in FIFA 07 anwählbar. Der Patch verbesserte vor allem das Spielerverhalten im Angriff und der Abwehr.

Nebenwettbewerbe

Neben der regulären eSport Bundesliga Saison werden auch Nebenwettbewerbe veranstaltet. Auf den Spieltagen der 1. Bundesliga finden die Wettbewerbe Beat the Pros und die Arcor eSport Challenge statt. Bei Beat the Pros haben die Zuschauer der Spieltage die Möglichkeit gegen einen Profi der eSport Bundesliga anzutreten und im Falle eines Sieges erhalten sie 500 €. Die Arcor eSport Challenge ist ein Turnier, an dem ebenfalls die Zuschauer der Spieltage teilnehmen und gegeneinander antreten. Die Arcor eSport Challenge ist mit 250 € dotiert.

Währed der CeBit wurde der Arcor CeBIT Cup ausgetragen, bei dem acht eSport Bundesligisten antraten. Sieger wurde Daniel Beine.[4] In der Sommerpause zwischen der ersten und zweiten Saison der Liga fand zudem der Online Gameday statt, bei dem um Preise im Wert von über 50.000 Euro gespielt wurden. Herausforderer erhielten 100 Euro, wenn sie gegen einen Spieler der 1. Bundesliga gewinnen konnten.[5]. Zwischen der zweiten und dritten Saison wurden vier Winter-Cups ausgetragen, bei denen sowohl Spieler aus der eSport Bundesliga als auch ligenfremde Spieler antreten durften. Im Winter-Cup wurde erstmals FIFA 08 gespielt.

Werkteams

Die Spieler der 1. Bundesliga spielen für Werkteams. Unter anderem stellen Unternehmen wie Arcor, easyJet und L'Oréal Werkteams in der eSport Bundesliga. In Deutschland ist dies einzigartig. In Südkorea findet man in StarCraft Ligen vergleichbare Strukturen. Mit Hertha BSC Berlin[6] und dem 1.FC Lokomotive Leipzig treten derzeit auch zwei etablierte Fußballvereine in der eSport Bundesliga an.

Folgende Teams spielen derzeit in der 1. Bundesliga:

Die Teams von den drei Aufsteigern Kevin Santner, Henning Schmischke und Benjamin Schäfer sind noch nicht bekannt. Bei Kevin Santner wird davon ausgegangen, dass er für eine Zeitschrift in der Liga starten wird[7]. Folgende Teams haben in der Vergangenheit ebenfalls an der eSport Bundesliga teilgenommen: Bendixen United, Comunio Online Players, DOCdata Devilz, EuroPoker Pocket-Rockets und Team Tropical Islands.

Berichterstattung

Die eSport Bundesliga nimmt eine Sonderstellung in der deutschen eSport Landschaft ein, da die Berichterstattung im frei empfangbaren Fernsehen ausgestrahlt wird. Die eBerichterstattung der ersten Saison wurde Bestandteil von der drei Mal wöchentlich ausgestrahlten Computerspielsendung „Game One“ auf MTV. Vom 18. April bis zum 30. Mai verfolgten über 300.000 TV-Zuschauer wöchentlich „Game One Sports“. Es wurde eine Gesamtreichweite von 2.300.000 Zuschauern erreicht. Daniel Budimann moderierte die Sendung. Mit einer zusätzlichen Kinokampagne, die ca. 200.000 Werbespots beinhaltete und deutschlandweit in CineStar-Kinos ausgestrahlt wurde, wurden zusätzlich über 30 Millionen Menschen erreicht. Zuvor wurde Pro Sieben mit der Sendung in Verbindung gebracht.[8][9]

In der zweiten Saison wechselte die eSport Bundesliga ihren TV-Partner. Vom 28. Oktober bis zum 23. Dezember wurden in "screen-shot - die eSport Bundesliga“ die Höhepunkte der Erstligaspieltage zusammengefasst und im DSF ausgestrahlt. Die Sendung eröffnete den DSF Super-Sonntag und in der Spitze verfolgten bis zu 160.000 Zuschauer die Sendung rund um die eSport Bundesliga. Mit dem Wchsel des TV-Partners wechselte auch der Moderator der Sendung. Im DSF moderiert Giovanni Zarella "screen-shot - die eSport Bundesliga“.

Sowohl die Sendungen auf MTV, als auch die in "screen-shot - die eSport Bundesliga“-Folgen, kann man sich auf der offiziellen Webseite der eSport Bundesliga kostenlos anschauen.

Im Internet wird unter anderem auf den Szeneseiten readmore und FIFA-News über die eSport Bundesliga berichtet. Auch die Sportwebsite sportal.de berichtet regelmäßig über das Spielgeschehen[10]. Neben der Berichterstattung von außen melden sich auch die Spieler in Blogs zu Wort. Alexander Holzhammer berichtet auf der Website von Arcor[11] und Dennis Czenkusch meldet sich bei sportal.de[12] zu Wort und rekapitulieren die Spieltage.

Statistiken

  • Wenigste Punkte in einer Saison:
    • Axel Plewa (CineStar Blizz) (3 Punkte / Saison 2)
  • Meiste Tore in einer Saison:
    • Felix Mann (StarFM Kick Rock) (76 Tore / Saison 2)
  • Meiste Gegentore in einer Saison:
    • Daniel Jung (FC Shirtcity.com) (73 Tore / Saison 2)

Sieger der Nebenwettkämpfe

  • L'Oréal Men Expert Pokal:
    • Kevin Santner
  • Arcor eSport Challenge:
  • Winter-Cup:
    • Amin Ben Said (Sportfreude 11 Freunde)
    • Damian Jasiczek
    • Felix Mann (Star FM Kick Rock)
    • Daniel Herzog

Quellen

  1. eSport Bundesliga: Kommt der neue Weltmeister aus der eSport Bundesliga?
  2. Bolzen-Magazin: „Ecken nicht direkt ins Tor schießen!“ - Platzbegehung: eSport Bundesliga
  3. Neue Ligastruktur für Saison 4
  4. sportal.de: Die Würfel sind gefallen
  5. World Cyber Games: Wanted: Deutschlands FIFA Profis von morgen!
  6. Hertha BSC Berlin: Hertha BSC: eSport
  7. readmore: daimonde geht zur eSportBL
  8. VoIP-Info.de: Innovationen und Entertainment im Arcor-Messepavillon
  9. readmore.de: Die ESBL: Auf dünnem Eis
  10. sportal.de: eSport - Sport Live bei sportal.de
  11. arcor.de: Alex Holzhammer's Blog
  12. sportal.de: Blog eSport - Dennis Czenkusch

Weblinks


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